Salmonellen in Futtermitteln: Wie sich das Risiko kontrollieren lässt und was das neue FEDIOL-Paket für EFISC-GTP-Unternehmen bietet

Salmonellen gehören nach wie vor zu den zentralen biologischen Risiken in der Kette „Futtermittel — Tiere — Lebensmittel“. Kontaminierte Futtermittel können zur Infektionsquelle für Nutztiere werden und über diese auch Lebensmittel tierischen Ursprungs kontaminieren, die an Verbraucher gelangen. Die Kontrolle von Salmonellen ist deshalb keine bloße Formalität, sondern eine Grundlage für die Sicherheit der gesamten Kette.
Wie gelangen Salmonellen in Futtermittel?
Typische Quellen und Verbreitungswege sind:
  • Rohstoffe;
  • die Produktionsumgebung: Staub, Produktrückstände und „Toträume“ in Anlagen;
  • Kondenswasser und Feuchtigkeit in Produktionslinien, Silos und Kühlern;
  • Schädlinge, Vögel und Nagetiere;
  • Kreuzkontaminationen zwischen „reinen“ und „unreinen“ Bereichen.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass Salmonellen über Monate und Jahre in der Produktionsumgebung überleben können. Haben sie sich erst einmal im Betrieb etabliert, reicht eine einmalige Reinigung nicht aus, um sie zu beseitigen, und Untersuchungsergebnisse fallen erneut positiv aus.
Warum reicht die Kontrolle der Endprodukte nicht aus?
Salmonellen sind innerhalb einer Charge ungleichmäßig verteilt. Ein negatives Untersuchungsergebnis garantiert daher nicht, dass kein Problem vorliegt. Ein wirksames System setzt auf mehreren Ebenen an:
  • Kontrolle und Bewertung der Rohstofflieferanten;
  • validierte Maßnahmen zur Verringerung der Keimbelastung;
  • Überwachung der Produktionsumgebung und nicht nur der Produkte;
  • konsequente Zonierung und Prozesshygiene;
  • vorab festgelegte Maßnahmen beim Nachweis von Salmonellen.
Wie funktioniert dies im Rahmen von EFISC-GTP?
Das EFISC-GTP-Zertifizierungssystem verlangt von zertifizierten Unternehmen ein auf den HACCP-Grundsätzen basierendes Management der Futtermittelsicherheitsrisiken. Salmonellen zählen dabei zu den zentralen biologischen Risiken, die ein Unternehmen identifizieren, bewerten und kontrollieren muss. Im Audit wird nicht nur geprüft, ob ein Überwachungsplan vorhanden ist, sondern auch, wie das Unternehmen auf Abweichungen reagiert, relevante Parteien informiert und ein erneutes Auftreten verhindert.
Neu: Salmonella Control Package von FEDIOL (2026)
Im Oktober 2026 informierte EFISC-GTP über die Veröffentlichung des aktualisierten Salmonella Control Package von FEDIOL. Das Paket umfasst zwei Instrumente.
  1. Leitfaden 2026. Ein praxisorientierter Leitfaden mit schrittweisen Handlungsanweisungen für den Betrieb, der das bisherige FEDIOL Salmonella Factsheet ersetzt. Gegenüber der bisherigen Version wurden folgende Inhalte ergänzt:
  • ein dreistufiges Eskalationsmodell mit klaren Vorgehensweisen für den Normalbetrieb, gelegentliche Kontaminationen und das dauerhafte Vorkommen von Mikroorganismen;
  • strenge Meldevorgaben: standardisierte Kriterien für die Information von Behörden, Kunden und Zertifizierungsstellen;
  • technische Lösungen: detaillierte Schritte zur Vermeidung von Kondenswasser, zum Umgang mit der „Anfahrcharge“ (startup meal) und zur Sicherstellung einer konsequenten Zonierung des Betriebs.
  1. Checkliste v1.1. Ein Excel-Tool, mit dem Unternehmen ihre Maßnahmen zur Salmonellenkontrolle selbst bewerten und sich auf ein Audit vorbereiten können.
Die Kontrolle von Salmonellen erfordert einen systematischen Ansatz: von den Rohstofflieferanten über technische Lösungen am Produktionsstandort bis hin zu einer transparenten Kommunikation bei Vorfällen. Das neue FEDIOL-Paket übersetzt allgemeine Grundsätze in ein praxistaugliches Instrument und bietet EFISC-GTP-Unternehmen eine hilfreiche Grundlage für die Auditvorbereitung.
Die genannten Dokumente erhalten Sie auf der offiziellen Website von FEDIOL oder indem Sie uns einfach unter info@certgic.com kontaktieren.
Um ein Angebot zu erhalten, hinterlassen Sie bitte eine Anfrage und wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen.
Fürther Str. 27, 90429, Nürnberg, Germany
Alle auf der Website veröffentlichten Dokumente sind öffentlich und frei zugänglich. Die Informationen, einschließlich der Dokumente, gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im März 2026.
© 2026 GIC. Alle Rechte vorbehalten.